Merkel / Müntefering, Mindestlohn: 3,50 reicht für’s Pack!

Ξ October 21st, 2011 | → | ∇ Permalink|

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Merkel & Müntefering einig beim Mindestlohn: 3,50 reicht für’s Lumpenpack!

Via: Media-Blöd.de

Beim DGB-Bundeskongress zeigten Merkel (CDU) und Müntefering (SPD) sich einig: Ein Mindestlohn von 3,50 Euro sei allemal genug für die notorischen Hungerleider im Lande.

Einen einheitlichen, flächendeckenden Mindestlohn von 7,50 Euro werde es mit ihr als Kanzlerin nicht geben. "Davon müssen und dürfen Sie ausgehen", rief Merkel den Delegierten am Mittwoch in Berlin zu. Sie werde es nicht zulassen, daß das "arbeitsscheue Gesindel" die Bundesrepublik in den Abgrund stürze.

Weiter:" Es geht nicht an, daß Empfänger von Alg II mehr Geld bekommen als diejenigen die für einen Hungerlohn arbeiten, deshalb muß man die Höhe des als Hartz IV ausgezahlten Geldes reduzieren und nicht die Löhne erhöhen!".

Angesichts der angespannten Haushaltslage müßten nun einmal einige Menschen in diesem Land Opfer bringen, das seien unvermeidbar die den unteren Einkommensschichten Angehörenden.

 

There are currently 21 responses to “Merkel / Müntefering, Mindestlohn: 3,50 reicht für’s Pack!”

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  1. 1 On May 27th, 2006,
    diffterie said:

    Ich denke immerzu an diese Steuererhöhung und an die Wiedersprüche die alles mit sich bringt.
    Stichworte wie: Familienplanung, Geld muß fließen, X€ behalten die Leute zurück…
    Kein Wunder das dies nicht funktionieren kann!
    Wie denn auch? Familiengründung ist teuer. Und da beißt sich die Katze doch in den Schwanz. Wenn man sich selbst kaum satt bekommt wie soll man dann seine Kinder ernähren?

    Ich würde so gerne demonstrieren und bin davon überzeugt, wenn jeder, der etwas gegen diese Erhöhung hat, auf die Straße geht, es den Politikern endlich mal zeigen wird, das Wir die Beine sind auf denen Sie stehen und nicht irgendwelche Lemminge.

  2. 2 On May 27th, 2006,
    RixR said:

    Ja. Es fällt schwer einen Rest von gutem Willen bei dieser Politik zu vermuten.
    Eher noch ähnelt das der Hybris der Spaßgesellschaft: “Nach uns die Sintflut!”

  3. 3 On May 27th, 2006,
    heuschreck said:

    Mindestlohn Kalkulationshilfe
    Aus verschiedenen Quelle erhalten wir in diesen Tagen Aussagen zum Thema Mindestlohn. Ohne weiter auf Inhaltliches eingehen zu wollen, möchte ich einige Kalkulationshilfen zur Errechnung des Mindestlohnes in den Raum stellen. Sie sind individuell anwendbar, je nach persönlicher Lebenssituation, Laune oder Wochentag.

    ‘….mehr’

  4. 4 On May 28th, 2006,

    […] wer dem sozialen frieden schadet, spottet jeder beschreibung […]

  5. 5 On May 28th, 2006,
    Marc said:

    Naja, recht hat sie schon.
    Der Staat ist pleite, wir leben auf Kosten unserer Kinder. Da ist es richtig die ALG2 AUsgaben etwas zurückzufahren.
    Ein jeder Mindestlohnabbau führt zu mehr Arbeitslosen, das ist jedem klar.
    Somit: Weiter so, zur Not sink eben der Lebensstandard. Da wir aber schon seit Jahren fremdfinanziert (Schuldenberg!) leben, ist das ok so.

  6. 6 On May 28th, 2006,
    Marc said:

    Kann es sein, dass hier Beiträge, die nicht so recht zur eigenen Meinung passen, sinnenstellend verändert werden?

  7. 7 On May 28th, 2006,
    fettisch said:

    @Marc
    normalerweise nicht, welcher solls denn gewesen sein?

    Und zu deiner Meinung über den Mindestlohn: Ich nehme mal an daß du selbst nicht zu denjenigen gehörst die mit 3,50 auskommmen müssen, stimmts?!

  8. 8 On May 29th, 2006,
    Marc said:

    Ja mein vorriger Beitrag natürlich. Meines Wissens nach schrieb ich:
    Ein jeder Mindestlohn führt zu mehr Arbeitslosen, das ist jedem klar.
    Somit: Einsparungen müssen her, Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben, zur Not sinkt eben der Lebensstandard. Da wir aber schon seit Jahren fremdfinanziert (Schuldenberg!) leben, ist das ok so.

    Zu der Frage:
    Richtig: Ich muss nicht von 3,50 Euro leben, da ich in der Schule aufgepasst und auf meine Noten geachtet habe. Mit Fleiß und Disziplin kann sich JEDER (sage ich jetzt mal) einen Arbeitsplatz erarbeiten (d.h. nachfrage- UND interessensorientiert sich ausbilden). Da ich aber auch für 9 Euro die Stunde Möbel geschleppt habe (Keine Qualifikation benötigt) und mir schon Jobs angeboten wurden wo ich auch (ohne Qualifikationsnachweis) für 5,15 / Stunde Sachen hätte verpacken müssen, kenne ich eben keinen Fall wo man NICHT selbstverschuldet nur 3,50 Euro die Stunde bekommt.

    Falls sie ein Gegenbeispiel hätten, wäre ich gerne bereit dazuzulernen.

  9. 9 On May 29th, 2006,
    fettisch said:

    Nein, der Beitrag wurde nicht verändert.
    Flächendeckende Mindestlöhne gibt es in 18 von 25 Eu-Staaten, zum Teil höher als 7,50 und der Wirtschaft geht es dort dadurch nicht schlechter als vorher, es führte auch nicht zu mehr Arbeitslosen.
    Die Idee die Arbeit sei dann “nicht mehr bezahlbar” ist eine Milchmädchenrechnung.
    Nehmen wir als Beispiel die Bewachungsindustrie, wo auch diese niedrigen Löhne gezahlt werden.
    Wenn bei einem Mindestlohn von 7,50 die Lohnkosten dort doppelt so hoch wären, was würde dann passieren?
    Würden die Auftraggeber die teurer gewordene Dienstleistung “Bewachung” dann nicht mehr in Anspruch nehmen? Wohl kaum, wenn eine Dienstleistung wirklich benötigt wird dann wird sie auch zum Marktpreis bezahlt.

    Soso, in der Schule aufgepaßt, na Klasse! Die Tausenden von Menschen, die in den letzten Jahren auf Grund von Rationalisierungsmaßnahmen z.B. bei der Deutschen Bank entlassen wurden und keinen neuen Job mehr finden weil sie z.B. über 50 sind - die haben wohl in der Schule nicht aufgepaßt, oder?!

    Und was ist mit den Friseusinnen in Sachsen, dort liegt der Tariflohn bei 3,06 Brutto - selbstverschuldet, oder was?

  10. 10 On May 29th, 2006,
    Marc said:

    Flächendeckende Mindestlöhne zum Teil über 7,50 ja, aber zum Teil auch unter 0,67 Euro. Die im Westen haben mehr, die im Osten haben weniger. 2 unserer östlichen Nachbarn haben einen Mindestlohn von 1,XX Euro die stunde.
    Sollten in deutschland 7,50 Euro kommen, dann würde sich so manch Arbeitgeber noch mal durchrechnen ob es nicht günstiger wäre im Osten zu produzieren und nach Deutschland zu liefern.
    Aber wir können auch den Mindestlohn von England übernehmen, den Kündigungsschutz aufheben und und mehr hire&fire einführen.

    Sie meinen dass mit einführung des ML arbeit bezahlbar bleibt. Da stimme ich ihnen zu, der Osten ist nahe. Warum dann noch in Deutschland schlachten? Schnell mal die Tiere über die Grenze, tschopp, hack, und das Fleisch wieder zurück.

    Sie nehmen als Beispiel die Bewachungsindustrie, das ist schön, ist ja eine Dienstleistungsindustrie, die Arbeit kann man schwerer “outsourcen”. Macht aber nichts, die Automatisierung gibt es ja auch noch. Wozu einen Wachmann, wenn man Kameras installieren kann. Die Versicherung zahlt.
    Und die Robotik ist auch nicht mehr so unausgereift, wird man eben die Investition vorverlegen.

    Aber wenn sie die bewachung ansprechen: Warum nicht gleich in Tarifverhandlungen mehr verlangen, wenn die arbeit doch so wertvoll ist?
    geht wohl nicht, kann keiner zahlen? Na mit Einführung des ML wird sich das schlagartig ändern.

    Dass über 50 Jährige schwerer einen Job finden ist kein Geheimnis. Wird sich mit Einführung des Mindestlohns daran was ändern? Sie sprechen die Deutsche Bank an. Diese pöhse Bank. Warum sie Leute entlässt trotz Gewinnen ist ja auch egal. Dass sie mit einem wert 34 Milliarden ein Übernahmekandidat ist (bank of Scottland hat 180 Milliarden) ist ja egal. Dass sie den Wert der Aktien hochtreiben muss um nicht übernommen zu werden ist auch egal. Wenn sie aber mal übernommen wird, dann werden plötzlich 10000 entlassen. So nur 1000. Und? was ist ihnen lieber?

    Aber zu den Friseusen: Ich bitte sie. Natürlich sind die daran selsbt schuld. Als ob man nicht schon zu schulzeiten weiß, dass die kaum was verdienen. Aber dennoch: Handy + Mode sind wichtig, Noten nicht so. Nach dem Hauptschulabschluss steht man da und was wird man? Friseuse.
    Wer soll denn sonst Schuld daran haben, dass die sich einen Job aussuchen, den jeder Mensch ohne Spezialkenntnisse ausüben kann (solange es nicht um extravagante Hochsteckfrisuren geht). Vor allem im Osten, wo die sich alle die Schädel rasieren.

  11. 11 On May 31st, 2006,
    watsolldas said:

    3,50€ stundenlohn sind asozial!

    berufe wie :friseurin,putzfrau… sind ehrenwert.jeder will ne schicke frisur u. n sauberes klo.-also muss es auch leute geben,die das machen.

  12. 12 On June 1st, 2006,
    fettisch said:

    "Die im Westen haben mehr, die im Osten haben weniger."

    Aha, und wir sind hier wohl plötzlich in den Osten gerutscht, oder?

    "würde sich so manch Arbeitgeber noch mal durchrechnen ob es nicht günstiger wäre im Osten zu produzieren und nach Deutschland zu liefern / Schnell mal die Tiere über die Grenze, tschopp, hack, und das Fleisch wieder zurück"

    Wird eh schon so gemacht, daran ändert der Mindestlohn auch nichts.

    "Wozu einen Wachmann, wenn man Kameras installieren kann."

    Die sind schon installiert. Wenn man nur deshalb die Bewachung nicht zusätzlich bräuchte würde niemand diese Dienstleistung in Anspruch nehmen.
    Manche Sachen lassen sich halt nicht automatisieren, oder würden Sie Ihren Kopf zum Haareschneiden in eine Maschine stecken?

    "Warum nicht gleich in Tarifverhandlungen mehr verlangen, wenn die arbeit doch so wertvoll ist?"

    Die Tarifverhandlungen bringen für die unteren Lohngruppen schon lange nichts mehr, die Gründe dafür liegen aber eher in der Gewerkschaftspolitik als in der Bezahlbarkeit.
    Oder glauben Sie daß bei 7,50 Mindestlohn alle Friseursalons dichtmachen und die Leute dann von Hamburg nach Polen zum Haareschneiden fahren?
    Und das Schwarzarbeitsargument zieht da auch nicht, denn die gibt es auch jetzt schon zu Genüge, was bleibt denn bei 3,06 Brutto auch anderes übrig, von Hartz IV mal abgesehen.

    "Dass über 50 Jährige schwerer einen Job finden ist kein Geheimnis."

    Ach nein, ich dachte das läge daran daß diese Leute in der Schule nicht so gut aufgepaßt hatten wie Sie.

    "Dass sie den Wert der Aktien hochtreiben muss um nicht übernommen zu werden ist auch egal."

    Ja die armen Banken, leben in ständiger Angst vor dem Untergang. Ich glaube kaum daß die Auslagerung des Accounting nach Polen die Bank vor einer Übernahme schützt.
    Letztendlich sind die von Ihnen etwas vereinfacht beschriebenen Umstände aber nicht zwangsläufig, sondern beruhen auf politischen Entscheidungen.

    "Aber zu den Friseusen: Ich bitte sie. Natürlich sind die daran selsbt schuld. Als ob man nicht schon zu schulzeiten weiß, dass die kaum was verdienen. Aber dennoch: Handy + Mode sind wichtig, Noten nicht so. Nach dem Hauptschulabschluss steht man da und was wird man? Friseuse."

    Tja, es können nun mal nicht alle Bundeskanzler werden, oder?! Manche sind auch dumm wie Brot und können noch nicht einmal ausrechnen daß man sich von 3,06 Euro Brutto weder Handy noch Mode kaufen kann.

    Warum die sich das vor dem Hauptschulabschluß noch kaufen konnten, ist mir allerdings ein Rätsel. Muß wohl an den irrsinnigen Summen von Kindergeld liegen, die die nichtsnutzigen Eltern dieser Dumpfbacken vom Staat bekommen.

  13. 13 On June 1st, 2006,
    Tom said:

    Neo-Liberalismus ahoi! Du bist Deutschland. Das Land der Dichter und Denker (1700-1912) wurde zum Land der Richter und Henker ( 1912-1945) um nun zum Land der Gefräsigen und Gefressenen zu werden.

  14. 14 On June 1st, 2006,
    Marc said:

    @Watsolldas: 3,50 Euro/Stunde asozial? Ist ihnen lieber, wenn man die Leute entlässt?
    Leute mit ihren Methoden in die Arbeitslosigkeit drängen ist asozial.

    @fettisch: Noch gibt es Schlachhöfe in Deutschland und es ist nicht jeder Wachmann wegautomatisiert worden.
    Aber zu der Friseuse: Ich habe eine (elektrische) Haarschneidemaschine, und sie?

    “Oder glauben Sie daß bei 7,50 Mindestlohn alle Friseursalons dichtmachen und die Leute dann von Hamburg nach Polen zum Haareschneiden fahren?”
    Nein, ich glaube aber, dass die Frieseusen nicht 40 euro für einen Haarschnitt (von Männern) verlangen können. Die Preise müssen steigen (denn sooo hoch sind die Gewinnmargen beim Friseur ja nun nicht), bei höheren Preisen überlegt man sich schon mal ob man nun alle x oder doch alle x+n Wochen zum friseur geht. (falls überhaupt noch)

    “”Dass über 50 Jährige schwerer einen Job finden ist kein Geheimnis.”
    Ach nein, ich dachte das läge daran daß diese Leute in der Schule nicht so gut aufgepaßt hatten wie Sie.”
    Mit einführung des MIndestlohns werden diese über 50 Jähren aber dann sicherlich leichter einen Job finden, was? Ist das ihre Meinung? Ein Mindestlohn kann keine Arbeitsplätze schaffen, nur vernichten. Und sozial ist, was Arbeit schafft.

    “Ich glaube kaum daß die Auslagerung des Accounting nach Polen die Bank vor einer Übernahme schützt.”
    Doch, das tut auch einen Anteil dazu.

    “Tja, es können nun mal nicht alle Bundeskanzler werden, oder?! Manche sind auch dumm wie Brot und können noch nicht einmal ausrechnen daß man sich von 3,06 Euro Brutto weder Handy noch Mode kaufen kann.”
    Ein jeder kann Bundeskanzler werden, wenn er die Motivation und Fähigkeiten dazu hat und die Leute überzeugen kann.
    Aber wenn sie sorgfältig lesen: Handy + Mode sind während der hauptschulzeit wichtig, Noten nicht so. Hauptschüler haben die höchsten Taschengelder in Deutschland. (Kann die Studie auch suchen, wenn sie wollen, aber habe nicht so recht lust zu, sagen sie einfach nein, wenn sie anderer Meinung sind. (lies: andere Studien vorliegen haben))

    @Tom: Fressen oder Gefressen werden, ja, so ungefähr. Aber das schöne daran ist: Jeder entscheidet auf welcher Seite er stehen will. Die gefressenen erkennt man daran, dass sie sich beschweren und von anderen verlangen eine Veränderung der Zustände zu bewirken.
    Die Fressenden verändern ihr Leben aber nach ihren eigenen Vorstellungen. Aktivität, Fleiß + Disziplin sind die Schlüssel zum Erfolg.

    Folgende kecke These stelle ich mal auf:
    Freiheit und Demokratie kann es OHNE Kapitalismus nicht geben.
    (Bin aber offen für gegenbeispiele)

  15. 15 On June 2nd, 2006,
    fettisch said:

    "@fettisch: Noch gibt es Schlachhöfe in Deutschland und es ist nicht jeder Wachmann wegautomatisiert worden."

    Ja eben, das wird auch bei 7,50 noch so sein, aus einer Vielzahl von Gründen.

    "Aber zu der Friseuse: Ich habe eine (elektrische) Haarschneidemaschine, und sie?"

    Bin kein Friseur.

    "ich glaube aber, dass die Frieseusen nicht 40 euro für einen Haarschnitt (von Männern) verlangen können."

    Ich weiß, sonst fahren die dann doch nach Polen.

    "Mit einführung des MIndestlohns werden diese über 50 Jähren aber dann sicherlich leichter einen Job finden, was?"

    Darum gings nicht, sondern um Ihre Behauptung daß diese Leute nur aus dem Grund keinen Job finden weil sie in der Schule nicht aufgepaßt hatten.

    "Ein Mindestlohn kann keine Arbeitsplätze schaffen, nur vernichten."

    Die Erfahrung in anderen Ländern zeigt daß die Einführung von Mindestlohn keine Arbeitsplätze vernichtet.

    "Und sozial ist, was Arbeit schafft."

    Das halte ich für ausgemachten Unsinn. Machen Sie das bei sich zuhaus auch so oder versuchen Sie, wie alle anderen übrigens, sich möglichst viel Arbeit zu ersparen?
    Die Idee daß es jemals wieder eine Vollbeschäftigung durch Lohnarbeit geben könnte ist eine Utopie, das zeigt nicht zuletzt die Entwicklung des Lohn-Arbeitsmarkts der letzten 50 Jahre.

    "Ein jeder kann Bundeskanzler werden, wenn er die Motivation und Fähigkeiten dazu hat und die Leute überzeugen kann."

    Ist das so? Also soweit ich weiß haben wir nur einen Bumskanzler und nicht zweiundzwanzigtausend.

    "Aber wenn sie sorgfältig lesen: Handy + Mode sind während der hauptschulzeit wichtig, Noten nicht so."

    Jaja, hab ich schon richtig gelesen, und das war ja auch meine Frage: Wo um alles in der Welt haben denn die nichtsnutzigen Eltern dieser Dumpfbacken das Geld her um die Handys und Mode für ihre Blödgeborenen Tunichtgute zu bezahlen?
    Sind das die enormen Summen von Kindergeld die da verschleudert werden oder schickt der Mittelstand seine Kinder neuerdings in die Hauptschule?

  16. 16 On June 2nd, 2006,
    Marc said:

    “”@fettisch: Noch gibt es Schlachhöfe in Deutschland und es ist nicht jeder Wachmann wegautomatisiert worden.”
    Ja eben, das wird auch bei 7,50 noch so sein, aus einer Vielzahl von Gründen.”

    Ja, und eben nach dieser Vielzahl von Gründen suchen wir, nach dem Finden des heiligen Grals und der Quadratur des Kreises wird dann auch die Logik gefunden, mit der dann der Mindestlohn Arbeitsplätze schafft und nicht abbaut.

    “”Aber zu der Friseuse: Ich habe eine (elektrische) Haarschneidemaschine, und sie?”
    Bin kein Friseur.”
    Ob sie eine Haarschneidemaschine haben, auch wenn sie kein Friseur sind. (bin ja auhc keiner, habe ja was gelernt)

    “Darum gings nicht, sondern um Ihre Behauptung daß diese Leute nur aus dem Grund keinen Job finden weil sie in der Schule nicht aufgepaßt hatten.”
    Ich habe NIE behauptet, dass über 50 Jährige keinen Job kriegen, weil sie in der Schule schlecht waren. Mit oder ohne Mindestlohn, über 50 Jährige kriegen schwerer Arbeit als jüngere. Da jüngere: gesünder, besser ausgebildet (können mit PCs umgehen, und vielleicht auch englisch, Beacht: Wir reden vom Niedriglohn sektor, haben vielleicht auch eine höhere Motivation als “es bis zu Rente schaffen”)

    “Die Erfahrung in anderen Ländern zeigt daß die Einführung von Mindestlohn keine Arbeitsplätze vernichtet.”
    Nein es ist anderrum. Der Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze.
    (Sie wollen ja auch nicht begründen/ausführen)
    Aber ich weise sie darauf hin, dass ich auch für einen Mindestlohn wie im Nachbarland Polen wäre: 1Euro wenn dann auch der extrem übertriebene Kündigungsschutz abgebaut wird (wie in England)

    “Wo um alles in der Welt haben denn die nichtsnutzigen Eltern dieser Dumpfbacken das Geld her um die Handys und Mode für ihre Blödgeborenen Tunichtgute zu bezahlen?”
    Suchen sie nach Statistiken. WEnn ich gehässig wäre könnte ich sagen: ALG2, das zu hoch ist. Tue ich aber nicht. Aber das eben Fakt, hier eine Quelle:

    http://www.fachverband-schuldnerberatung.de/download/Diplomarbeit%20Kurzfassung.pdf
    Seite3:
    ” Das LBS Kinderbarometer fand heraus, dass Hauptschüler am meisten Ta-
    schengeld bekommen während den Gymnasiasten am wenigsten Taschengeld
    zur Verfügung steht (befragt wurden Jugendliche bis zur 7. Kasse).”

    Es liegt nicht an mir ihnen darzulegen, wie sich die Hauptschuleltern das finanzieren.
    Und der Mittelstand schickt seine Kinder nicht neuerdings überwiegend in Hauptschulen. Ich deute es so: Ungebildete Menschen wissen nicht richtig mit Geld umzugehen und bringen es ihren Kinder auch nicht bei. Anstatt bewusst zu konsumieren will man von jedem scheiß immer mehr, weil da ne Marke drauf steht.
    Da die Eltern nicht wirklich Problemlösungen erarbeitet haben in ihrem Leben geben sie nach und stopfen ihre Kinder mit Geld für unwichtigen Markenscheiß.
    Das zu meiner Deutung.

  17. 17 On June 2nd, 2006,
    fettisch said:

    “Ja, und eben nach dieser Vielzahl von Gründen suchen wir.”

    Danach braucht man nicht zu suchen, die liegen auf der Hand, wie eben der daß die Leute nicht von Hamburg nach Polen fahren werden zum Haare schneiden.

    “Ob sie eine Haarschneidemaschine haben”

    Was soll ich mit einer Haarschneidemaschine? Damit kann ich die Konjunktur nicht beleben.

    “Nein es ist anderrum. Der Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze.”

    Ach so? Wo war das denn? In England z.B. hat man den Mindestlohn vor Jahren eingeführt und die Arbeitslosigkeit ist gesunken obwohl er jetzt bereits bei 9,50 ist.

    “Aber ich weise sie darauf hin, dass ich auch für einen Mindestlohn wie im Nachbarland Polen wäre”

    Auch für Sie selbst? Aber Sie sind ja was Besseres, ich vergaß, Sie haben ja in der Schule aufgepaßt im Gegensatz zu den Parias.
    Mindestlohn wie in Polen wäre ja OK wenn Sie dann gleichzeitig die Lebenshaltungskosten und Mieten auf polnisches Niveau absenken könnten.

    “Suchen sie nach Statistiken. Es liegt nicht an mir ihnen darzulegen, wie sich die Hauptschuleltern das finanzieren.”

    Das ist noch immer keine Antwort darauf wo das Geld herkommen soll. Essen die dann nichts mehr? Statistiken gibts wie Sand am Meer, wenn Sie eine in Auftrag geben können Sie auch das Ergebniss bestimmen.

    “Ich deute es so: Ungebildete Menschen wissen nicht richtig mit Geld umzugehen und bringen es ihren Kinder auch nicht bei.”

    Dazu müssen sie erst einmal Geld haben. Haben sie aber nicht.

    “Da die Eltern nicht wirklich Problemlösungen erarbeitet haben in ihrem Leben”

    Eben. Deswegen haben sie kein Geld.

    “geben sie nach und stopfen ihre Kinder mit Geld für unwichtigen Markenscheiß.”

    Geht nicht wenn kein Geld da ist.

    “Das zu meiner Deutung.”

    Ja. Wenig einleuchtend allerdings.

  18. 18 On June 3rd, 2006,
    Marc said:

    “Ach so? Wo war das denn? In England z.B. hat man den Mindestlohn vor Jahren eingeführt und die Arbeitslosigkeit ist gesunken obwohl er jetzt bereits bei 9,50 ist.”

    Und was hat man noch eingeführt/abgeschafft? Ein bisschen den Kündigungsschutz etwa gelockert, sozial noch ein bisschen nach untern geschraubt …
    Muss man als Paket sehen. Bei einem Paket darf man sich nicht nur über den Inhalt freuen sondern muss auch die Portokosten betrachten.

    “Auch für Sie selbst? Aber Sie sind ja was Besseres”
    Nichts besseres, aber fleißiger + disziplinierter als der Durchschnitt der Hauptschüler.

    “Statistiken gibts wie Sand am Meer, wenn Sie eine in Auftrag geben können Sie auch das Ergebniss bestimmen.”
    Ich habe eine Diplomarbeit zitiert die wohl nicht gesponsert sein dürfte, aber da sie ja meinen, dass es auf Fakten nicht ankommt. (die siebt Klässler wurden wohl auch bestochen, was?)
    Außerdem ist es unsachlich zu behaupten, dass Hauptschülereltern kein Geld hätten. Denn erstens leben sie ja irgendwo udn haben auch was zu essen. Des weiteren bekommen sie Kindergeld, von dem sie z.B. Taschengeld zahlen können.

    Sind sie etwa nicht mehr an eineer sachlichen Diskussion interessiert?

    zu den polnischen Lebenshaltungskosten:
    http://www.europaserviceba.de/content/countries/PL/arbeiten.html

    Zitat:
    “Polen hat in Osteuropa das höchste Lohn- und Gehaltsniveau, jedoch im Vergleich zu Westeuropa sind die Gehälter immer noch niedrig. Der durchschnittliche Bruttomonatslohn von vollbeschäftigten Arbeitnehmern liegt bei ungefähr 550 EUR. Relativ gute Verdienstmöglichkeiten bieten der Energiesektor (740 EUR), der Bergbau (790 EUR) und die Chemieindustrie (730 EUR). Erhebliche Gehaltsunterschiede treten besonders deutlich zwischen rein polnischen und ausländischen Unternehmen auf. In Niederlassungen ausländischer Konzerne werden fast durchweg höhere Gehälter gezahlt.

    Im Vergleich zu Deutschland kann man in Polen von insgesamt etwa 50 Prozent niedrigeren Lebenshaltungskosten ausgehen, wobei diese zwischen Großstädten wie Warschau und den ländlichen Gegenden stark variieren können. ”

    D.h. 50% niedrigere Lebenshaltungskosten bei einem Mindestlohn von

  19. 19 On June 3rd, 2006,
    Marc said:

    Oh, es gibt eine maximale Post-Länge.

    Naja, hier der Rest:
    D.h. 50% niedrigere Lebenshaltungskosten bei einem Mindestlohn von

  20. 20 On June 4th, 2006,
    watsolldas said:

    3,50 € stundenlohn für MARC. :D

  21. 21 On March 6th, 2007,
    SHADE said:

    lol Marc ja du bist Deutschland. Genau leute wie du sind es.

    Habe in der letzten Zeit meine Hochschulreife + Fachhochschulreife nachgeholt.
    Jetzt arbeite ich aufm Bandl in BMW durch Zeitarbeit.

    Tjo hätte wohl auf Mami und Papi nicht hören sollen, dass ich ja schule machen solle. Wäre sonst vielleicht besser dran, weil vor Jahren noch alles sozialer war mit Festeinstellung usw. ( Verdiene im gegensatz zu den Festeingestellten 700 Euro weniger bei gleicher Arbeit ! ).

    Und ja Marc. Lasst uns doch den Mindestlohn auf 3,50 Euro absenken.
    Bin ich voll dafür, denn:

    Dann werden all die Unternehmen die anstreben ihren Gewinn zu maximieren bald blöd in die Röhre gucken.

    Denn ich kann mir jetzt mit meinem Einkommen weder ein Auto geschweige denn Familie leisten ! Aber ist OK so !! , denn :
    Je weniger Kinder, desto weniger wird in die Kasse eingezahlt und die Unternehmen können sich irgendwann ( im moment so wies ausschaut ) mit 60 Jährigen rumplagen, bis diese die Rente erreichen. Ist ok so. Dann werden Sie wieder jammern.

    Überigens hast du schonmal was von der Maslowschen Bedürfnispyramide gehört, da du ja sooo schlau bist ?

    Die Ziele die Jedes Individuum zu erreichen versucht sind :
    Selbstverwirklichung, Soziale Anerkennung, Soziale Beziehungen, Sicherheit, Körperliche Bedürfnisse.

    Toll deine Argumente Marc echt toll. Kann ich mich mit einem Mindestlohn von 3,50 euro selbst verwirklichen ? Ich glaube kaum.

    Soziale Anerkennung. Ja. Wenn man mich für 3,50 euro die stunde bezahlt wo bleibt denn da die soziale anerkennung ? ist doch scheissegal hauptsache der Gewinn wird in die höhe getrieben.

    Soziale Beziehungen. Ich glaube darüber brauchen wir nicht sprechen, denn mit 3,50 euro stundenlohn brauche ich an eine Familie erst gar nicht denken.

    Sicherheit. Eine Utopie. Sowas gibts hier in “Du bist Deutschland” schon lange nicht mehr.

    Körperliche Bedürfnisse. Bei so einem Mindestlohn besuche ich doch eher die Bäckerei und bettele um billiges hartes brot, um es mir am abend einweichen zu lassen damit ich ja wieder fit bin im Unternehmen um meine Sklavenarbeit verrichten zu können

    Wozu dann eigentlich noch Arbeiten/Leben ? Wozu eigentlich, wenn ich dann doch keine Ziele vor augen habe ?

    Vielleicht sollten wir uns etwas an der Religion orientieren. Gäbe es sie nicht, glaube ich kaum, das der Mensch als Individuum noch irgendeinen Sinn im leben sehen würde. Deshalb bin ich dafür, endlich mal schluss mit “Geiz ist Geil” zu machen und das ganze etwas humaner seitens der Unternehmen zu gestalten.

    Wenn ich mich nicht irre, machen Unternehmen wie BMW einen Jahresgewinn von
    4.000.000.000 ( 4 Milliarden ) Euro. Ist das zuviel verlangt, mal etwas von dem Kuchen abzugeben, um nicht nur des Gewinns willen WETTBEWERBSFÄHIG zu bleiben, sonder auch des der zukünftigen Arbeitnehmer ?
    Ich denke jedem ist klar, das wenn es dem Arbeitnehmer gut geht, geht es auch meinem Untermehmen gut. Denn ich denke mir jeden Tag bei der Arbeit: Ja. auf meine Zuverlässigkeit können Sie bauen. Aber auf meine Motivation dem Unternehmen gegenüber können Sie verzichten. Wieso sollte ich auch, wenn der eine hinter mir das doppelte verdient ? Wieso sollte ich mir den *arsch* aufreisen ?

    Marc vielleicht sollte man auch dir den Lohn kürzen. Denn ich denke bei den Arbeitslosenzahlen von heute bist du garantiert ersetzbar und falls du wirklich soviel verdienst wie du so pralls, sollte man dich einfach wegrationalisieren und eine billigere Arbeitskraft einstellen. Das ist doch genau das was du hier von dir gibts.

    Du bist genauso ein Egoist wie all die Führungskräfte an der Spitze auch.

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